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Interventionsebene
Kommunikationsprozesse und -strukturen

Über Kommunikation redet man meist erst dann, wenn etwas schiefgelaufen ist. Im Rahmen von größeren Entwicklungsprozessen kann das teuer zu stehen kommen. Besser (und weit günstiger) ist es, schon in der Planungsphase einer Veränderung eine auf Akzeptanz und Umsetzung gerichtete Kommunikationsarchitektur zu entwickeln und professionell einzuführen. Kommunikation ist nicht die (ansonsten unwichtige) Begleitmusik von Entwicklungsprozessen, sie ist ihr Träger – und oft genug ihr Verhinderer.

Aus der Fülle der Möglichkeiten seien vier typische Interventionen herausgegriffen.

Vorstands- oder Führungskräfteklausur
Die Beteiligten legen Kommunikationsprozesse und -strukturen für den Veränderungsprozess fest. Dazu zählen Berechtigungskonzepte, Eskalationsroutinen und Regeln für den Umgang. Fragen werden beantwortet wie: Wer darf/soll an welchen Gremien teilhaben? Wer sollte regelmäßig mit wem reden? Wer sollte unter bestimmten Bedingungen mit wem Kontakt aufnehmen? Wer darf/muss was entscheiden? Und natürlich: Wer trägt wofür in welchem Kontext welche Verantwortung?

Veranstaltungen zur Klärung/Vermittlung der Change-Ziele
Oft sind die Ziele von Entwicklungsprozessen noch recht klar kommuniziert. Dennoch ist Mitarbeitern die Dringlichkeit nicht bewusst und Vorgesetzte, die eine Scheu vor „Soft facts“ haben, fragen nicht nach den entstandenen Sorgen. Workshops im geeigneten Kreis leisten Klärungshilfe, beseitigen Wissensdefizite und bringen die Kommunikation wieder in Gang. Sie machen Nutzen und Schaden der aktuellen Art von Kommunikation transparent.

Workshops mit Querschnitt-Gruppen
Entwicklungsprojekte werden oft dadurch gefährdet, dass Abteilungen untereinander nicht oder unzureichend kommunizieren (Silo-Struktur). Abteilungen reden nicht miteinander, haben falsche Bilder voneinander, halten Informationen zurück. Workshops mit Querschnitt-Gruppen helfen, destruktive Kommunikationsroutinen bewusst zu machen. Schnittstellen und Kommunikationsroutinen können neu definiert und institutionalisiert werden.

Konfliktlösung
Oft lassen Entwicklungsprozesse bestehende Konflikte eskalieren, oder sie beschwören neue herauf. Offener oder verdeckter Streit markiert Verhärtungen im Prozess. Wir holen die Parteien an einen Tisch und sorgen mit unseren ausgebildeten Mediatoren für eine Klärung. Dabei interessieren wir uns nicht für Positionen der Konfliktparteien, sondern decken unparteiisch und respektvoll die dahinter liegenden Interessen auf. So wird ein fairer Interessensausgleich im Rahmen einer „Lösungsvereinbarung“ möglich, die niemanden als Verlierer dastehen lässt.