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Philosophie
Organisationsverständnis

Neulands Center for Organizational Development arbeitet mit der Leitvorstellung einer „Landkarte von Organisationen“. Dieses Modell zeigt die wesentlichen Elemente eines Unternehmens und skizziert deren wechselseitige Beziehungen. Damit reduziert sie die vorhandene Komplexität und erleichtert es dem Betrachter, eine ganzheitliche Sichtweise einzunehmen.

Die Identität bildet den zentralen Kern einer Organisation und steht für deren Existenzgrund und die tiefere Absicht des Handelns. Die Kultur eines Unternehmens wird von den Menschen, die in ihm handeln, ihren ethisch-moralischen Vorstellungen sowie den gelebten Beziehungen geprägt. Die Schicht der Kultur umschließt den zentralen Kern. Zusammen bilden sie den Wesenskern eines Unternehmens. Diese Tiefenstruktur umfasst die Authentizität bzw. das Wesen und die Einmaligkeit einer Organisation. Nur durch bewusst initiierte und gesteuerte Entwicklungsprozesse kann dieser Wesenskern seine Kraft und sein Potenzial voll entfalten.

Organisationsverständnis

Zwischen dem Wesenskern und der Anatomie liegt die Schicht der Ausrichtung. Sie grenzt die Tiefen- von der Oberflächenstruktur einer Organisation ab. In dieser Schicht sind die Vision, die Strategie und die Leitsätze zu finden. Sie sorgen dafür, dass die Potenziale der Organisation sich zielgerichtet verwirklichen können.

Die Anatomie einer Organisation ergibt sich aus den beiden äußeren Schichten „Ordnung“ und „Ressourcen“. Diese sind direkt und unmittelbar nach technischen und ökonomischen Gesichtspunkten gestalt- und veränderbar.

Die Schicht „Ordnung“ beinhaltet die vorherrschenden Prozesse, die Aufbau- und Ablaufstrukturen sowie die Funktionen eines Unternehmens. Um diese Prozesse und Strukturen zu ermöglichen, sind technisch-wirtschaftliche Ressourcen erforderlich. Dazu gehören eine angemessene finanzielle Ausstattung, verfügbare Gebäude bzw. Räume sowie technische Hilfsmittel.

Das Zusammenwirken aller Schichten bildet die Gesamtheit einer Organisation. In Entwicklungs- oder Veränderungsprozessen sollten deshalb grundsätzlich die Auswirkungen über alle Ebenen hinweg berücksichtigt werden. Erneuerungen und Korrekturen in der Oberflächenstruktur sind im Zuge einer Anpassung an sich verändernde Randbedingungen bisweilen notwendig. Auf Dauer gedeiht ein Unternehmen jedoch nur durch Entwicklungsprozesse in der Tiefenstruktur.